Ein souveräner und nie gefährdeter 21:31-Auswärtssieg war Steinheims letzter Streich im Jahre 2018. Der TSB Ravensburg biss sich an Steinheims Dommer die Zähne aus, während die TV-Offensive munter Tore erzielte.

Mit einem Blitzstart versetzten sich die Steinheimer deutlich in die bereits zuvor zu gelotste Favoritenrolle. Kolb, Baur und der zwölffache Torschütze Mewitz schossen den TV in der ersten viertel Stunde beeindruckend mit 1:11 in Führung. Auch die frühen Auszeiten der TSB taten dem torsicheren Auftritt der Gäste keinen Abbruch. Und hinten? Da war Dommer, der seine Mannschaft über 60 Minuten souverän und abgebrüht den Rücken stärkte. Durch ein schnelles Anspiel erkämpften sich die mittellosen Hausherren erst in der 17. Minute den zweiten Treffer. Wieder einmal durften die Zuschauer das makellose Zusammenspiel der beiden Nissle-Brüder sehen, die mit ihren Treffern weiterhin für das sichere Torpolster von zehn Treffern beitrugen. Auf der anderen Seite pfiffen die Unparteiischen den dritten Strafwurf und die TSB’ler schickten den dritten Schützen an den Start – wieder ohne Erfolg, denn Paul Dommer war zur Stelle. Zum Ende des ersten Durchgangs kamen die Hausherren in der beengend wirkenden Halle zwar näher, doch bedrohlich wurde es für die Ostälber nie. Beim Stand von 9:15 ging es in die letzte Halbzeitpause des Jahres 2018.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte Mewitz gleich fünfmal in Folge für Torjubel und anhaltenden Applaus. Rau legte noch einen Treffer drauf – 11:21 stand es in der 41. Minute. Die Motivation der Gastgeber schwand weiter und die TV’ler marschierten in Richtung Sieg. Souverän und schnörkellos lief Routiniers Thomas Nissle einen Konter und platzierte die kleine Kugel nach gut 45 Minuten zum 14:23 in die Maschen des Ravenburger Tors. Wieder ließen die Gäste die Leine etwas lockerer, was Ravensburg ein „rankommen“ auf 19:27 ermöglichte, doch Weiß und Kolb stellten mit ihren Treffern den erneuten 10-Tore-Vorsprung her. Unspektakulär ging es für die Steinheimer in die wohlverdiente Winterpause. Durch den 21:31-Sieg wahren die „Älbler“ den Anschluss an die Spitzengruppe, zumal sich die Tabellennachbarn aus Bettringen gegen Biberach unentschieden trennten. Beeindruckend an diesem Abend war zweifelsohne die herausragende Leistung von Keeper Paul Dommer.

TV Steinheim: Steffen Maier, Paul Dommer, Leon Weiß (2), Janik Eisele (1), Tobias Mewitz (12/2), Klaus Nissle (1), Jannik Bühler, Thomas Nissle (3), Tim Baur (2), Maximilian Rau (2), Luca Kolb (5), Daniel Hungerbühler (3), Alexander Herbrik.

TSB 1847 Ravensburg: Paul Naumann (2/2), Maximilian Ober (2/1), Lazar Farkas (2), Joel Schwarz (2), Tim Langlois (6), Claudius Frank (4), Jens Tosberg, Marius Mathes, Fabian Müller, Mario Geiß, Ole Gohmann (1), Maximilian Schilcher (1), Dominik Hensel (1), Eric Sangry.

Schiedsrichter: Philipp Joos (SG Weinstadt) und Matthias Groth (HSG Gablenberg-Gaisburg).

Zeitstrafen: Drei gegen Steinheim, zwei gegen Ravensburg.

Disqualifikationen: Maximilian Schilcher (35.)

Zuschauer: 140

Mit einem nie gefährdeten 31:26 Heimsieg gegen die TSG Söflingen 2 startete der TV Steinheim erfolgreich in die Rückrunde der Landesligasaison und verkürzte den Abstand auf den Drittplatzierten SG Bettringen sogar um einen Punkt. Mehr Konstanz im Spiel und mehr Konstanz in der Liga hatte sich der Steinheimer Coach für die kommenden Begegnungen gewünscht. Seine Jungs waren sichtlich bemüht die Vorgabe umzusetzen und ihrem Trainer Sebastian Kieser zwei Punkte zu dessen rundem Geburtstag zu schenken. Leider gelang dies nicht über die gesamte Spieldauer, da der TVS vor allem im Angriff zu viele Torchancen nicht nutzen konnte. Gleich im ersten Angriff kommt der Pass von Mewitz auf Bühler am Kreis nicht an. Die TSG Söflingen 2 spielt ihren Vorstoß besser zu Ende und erzielt das 0:1. Dies sollte allerdings auch die einzige Führung der Gäste während der gesamten Partie bleiben. Eine Zeigerumdrehung später gleicht Mewitz für den TV Steinheim aus und nutzt eine Lattentreffer der Gäste postwendend zur 2:1 Führung. Diese hielt nicht lange an, da Söflingen aus dem Rückraum traf. Die Partie blieb weiterhin eng. Nach neun Minuten stand es 4:4. Sebastian Kieser ließ zwischenzeitlich seine Abwehr deutlich offensiver agieren. Diese taktische Maßnahme brachte den Gegner kurzfristig aus dem Konzept, so dass Hungerbühler, Kolb und zweimal Mewitz schnell einen 4-Tore-Vorsprung herausspielen konnten. Mit einem gut vorbereiteten Treffer durch Dani Hungerbühler und dem 10:6 von Leon Weiß, er war zwischenzeitlich für Mewitz gekommen, hielt Steinheim die Gäste weiter auf Abstand. In dieser Formation agierte das Team vom Albuch nun wieder aus einer defensiveren Abwehr heraus. Doch leider fehlte im Angriff die letzte Konsequenz und das nötige Quäntchen Glück, um den Vorsprung weiter auszubauen. Zudem nutzte Söflingen Steinheimer Ballverluste immer wieder zu seinen Gunsten und schaffte so in den folgenden Minuten den 10:9 Anschluss. Nach einem simplen, aber einfachen Kreuzen traf Weiß zum 11:9 für die Gastgeber, ehe in den nächsten drei Minuten auf beiden Seiten kein Treffer mehr viel. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff unterbrach der Gästetrainer dieses Auf-und-Ab mit seiner ersten Auszeit. Gleich nach Wiederanpfiff hält Maier einen Wurf aus dem Rückraum und Thomas Nissle verwandelte den erweiterten Tempogegenstoß zum 12:9. Dieser Vorsprung hielt bis zum 15:12 Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel startete der TVS gleich mit einem Ballgewinn in die Partie, den Hungerbühler durch Tempogegenstoß sicher im gegnerischen Kasten unterbringen konnte. Nach einem Gegentreffer erläuft Mewitz den Ball in der eigenen Abwehr und verwandelt nach einer Energieleistung den schnellen Gegenstoß selbst zum 17:13. Nach dem 18:13 durch Hungerbühler und einer 2-Minuten-Zeitstrafe gegen die Gäste schien sich eine Vorentscheidung für das Team vom Albuch abzuzeichnen. Die Abwehr präsentierte sich inzwischen deutlich stabiler, doch die nach wie vor leichtfertig vergebenen Chancen im Angriff brachten die Gäste wieder ins Spiel zurück. Vor allem den nun stark aufspielenden Söflinger Linksaußen Patrick Klöffel bekamen die Hausherren nur schwer in den Griff. So erzielte dieser acht seiner insgesamt elf Tore in der zweiten Halbzeit. Der Steinheimer Vorsprung schmolz Tor um Tor auf 24.22 zusammen und es waren noch gut sieben Minuten zu spielen. Doch der TVS zeigte Kämpferqualitäten und schaltete noch einmal einen Gang höher. Mit schönen Einzelaktionen trafen Hungerbühler, Rau und Bühler in Folge. Maier mit Tor verschaffte seinen Vorderleuten mit einigen tollen Paraden die Möglichkeiten zu weiteren schnell vorgetragenen Angriffen, die Eisele, Kolb und Mewitz auch eiskalt zum 30:24 nutzten konnten. Zwar verkürzte Klöffel mit drei Treffern in Folge nochmals, doch mit der Schlusssirene traf Eisele zum verdienten 31:26 Endstand. Bekommt Steinheim in den folgenden Spielen eine noch höhere Stabilität in die Abwehr und können sie die sich bietenden Möglichkeiten im Angriff noch effektiver nutzen, so kann sich der Wunsch nach mehr Konstanz im Spiel sicher erfüllen. Schließlich ist bald Weihnachten!

TVS: Paul Dommer und Steffen Maier im Tor; Leon Weiß (3), Tobias Mewitz (8), Janik Eisele (2), Tobias Fitzke, Klaus Nissle, Jannik Bühler (1), Thomas Nissle (1), Tim Baur, Maximilian Rau (6/1), Luca Kolb (3), Daniel Hungerbühler (6) und Alexander Hebrik.

Nach 60 Minuten gingen die Steinheimer mit gesenktem und nachdenklichem Kopf vom Feld. Nach einer schlichtweg ungenügenden Vorstellung geht der 34:26 Sieg der Bad Saulgauer völlig in Ordnung.

Nach zwei missglückten Torversuchen der Gäste, markierte Saulgau nach einem Feldtor und einem frühen Siebenmeter das 2:0. Nachdem Anschluss von Mewitz stellte Kapitän Rau im Alleingang per Konter das 2:2 nach drei Minuten her. Schnelle, schnörkellose Angriffe der Hausherren versetzten die Gäste nach dem 4:4 und 6:5 nach gut 14 Minuten erstmals mit drei Toren (8:5) ins Hintertreffen. Beginnend mit einer 5:1-Abwehr veranlasste Trainer Kieser die sofortige Manndeckung des Ex-Steinheimers Kaumann, doch die Abwehrreihen bot den Gastgebern immer wieder Lücken und Keeper Maier musste schmerzliche Treffer hinnehmen. Im Angriff hingegen dauerte die Findungsphase der TV’ler viel zu lange und man kam nur schleppend zum gewünschten Torerfolg. Per Siebenmeter durch Rau gelang den Handballern von der Ostalb das sechste Tor, bei Treffer Nummer sieben durch Herbrik in der 22. Minute konnte Bad Saulgau bereits 13 Treffer „ihr Eigen“ nennen. Kieser brachte nun neben den beiden Nissle-Brüdern auch den großgewachsenen Dommer in Spiel, der an diesem Tag durch seine gute Leistung mehr als überzeugte und nach dem 13:8 durch Weiß gleich drei Angriffe in Folge entschärfte. Dennoch gelang es im Steinheimer Angriff nicht, wichtige Tore zu machen. Die reine Quote an missglückten Torversuchen im ersten Durchgang war mit gut zehn „Fahrkarten“ viel zu hoch! Beim 15:9 ging es in die Halbzeitpause, in der eine klare Ansage seitens des Alleincoach zwingend notwendig war.

Kommt in Halbzeit zwei die erhoffte Wende, wie beispielsweise gegen Kuchen-Gingen? Eine Vorstellung wie in der ersten Hälfte kennt das treue Steinheimer Publikum gut, weiß aber auch, dass die Mannschaft für Überraschungen gut ist. Klaus Nissle ergatterte die Kugel kurz nach Wiederanpfiff und preschte von den Abwehrreihen in Richtung gegnerischem Tor – 16:11. Doch die beiden Goalgetter aus der Bäderstadt, Andreas Csuka (8 Treffer) und Jochen Schäfer (6 Treffer) hielten die Gäste weiter auf Distanz. Nach 35 Minuten liefen die Gäste eine 8-Tore-Rückstand hinterher, kämpften sich bis zur 40. Minute nach einem Zuspiel von Klaus Nissle auf den im Kontermodus befindlichen Baur auf 20:15 ran. Beim 26:22 durch Routiniers Thomas Nissle kam nochmals Hoffnung auf, zu spielen waren es zu diesem Zeitpunkt noch gut zehneinhalb Minuten. Doch spätestens nachdem vorentscheidenden Treffer zum 29:23 durch Kaumann ins leere TV-Tor, war den Schlachtenbummlern klar, dass es in der Sporthalle im Kronried nichts zu holen gibt! Zu mager war die Torausbeute, nicht zuletzt der indiskutablen Fehlerquote (17 torlose Abschlüsse) geschuldet. Beim 33:24 in der 58. Spielminute ging es lediglich noch um Schadensbegrenzung. Die 34:26 Niederlage geht mehr als in Ordnung und die Fehlersuche muss ausschließlich innerhalb der Steinheimer Mannschaft gefunden und abgestellt werden.

TV Steinheim: Steffen Maier, Paul Dommer, Leon Weiß (3), Janik Eisele, Tobias Fitzke (3), Tobias Mewitz (6/2), Klaus Nissle (3), Jannik Bühler, Thomas Nissle (1), Tim Baur (2), Maximilian Rau (4/1), Luca Kolb (1), Daniel Hungerbühler (1), Alexander Herbrik (2).

TSV Bad Saulgau: Jonas Engler, Matthias Fuchs (3), Fabian Kohler (1), Patrick Osterc (1), Andreas Cuska (8/3), Jochen Schäfer (6/4), Dennis Kaumann (2), Michael Reck (2), Patrick Maas, Istvan Gaspar (5), Vasile Daniel Balan (5), Patrick Engler (1).

Schiedsrichter: Mirko Krisan (HSG Langenargen-Tettnang) und Andreas Brodbeck (TSG 1847 Leutkirch).

Zeitstrafen: Drei gegen Steinheim, zwei gegen Bad Saulgau.

Zuschauer: 400

In einem nicht unbedingt hochklassigen, aber immer spannenden Spiel behielt der Gastgeber gegen den Tabellennachbar aus Vöhringen knapp, aber letztendlich verdient mit 36:35 die Oberhand.

Wiedergutmachung war angesagt, nach der schwachen Vorstellung in Bad Saulgau. Entsprechend motiviert startete das Team vom Albuch in die Partie. Doch die Gäste aus Vöhringen hielten dagegen und so nahm die Begegnung gleich von Beginn an mächtig Fahrt auf. Das 0:1 des SC Vöhringen egalisierte Mewitz und nach Ballgewinnen in der Abwehr brachte Rau die Gastgeber mit einem Doppelschlag 3:1 in Führung. Vöhringen konnte aber schnell wieder ausgleichen. Treffer von Mewitz und Rau brachten Steinheim erneut in Front, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Nach sieben gespielten Minuten stand es 5:5. Beide Teams gingen ein enorm hohes Tempo und Risiko. Dadurch konnten oft nicht alle Angriffe erfolgreich zu Ende gespielt werden oder aber beide Torhüter vereitelten durch tolle Paraden weitere Treffer. Nach einer Viertelstunde, beim Stande von 10:9 für Steinheim, nahm Vöhringen seine erste Auszeit. Dies stellte sich als gute Maßnahme heraus, denn durch zwei einfache Treffer vom Kreis und einem Tempogegenstoß lagen plötzlich die Gäste mit 10:12 in Führung. Doch der TVS kämpfte und nach schönem Anspiel von Klaus Nissle verkürzte Bühler vom Kreis auf 11:12. Doch es dauerte bis zur 20. Minute ehe Steinheim das Ergebnis wieder drehen konnte. Trainer Kieser ließ inzwischen den gegnerischen Spielmacher Beljic durch Eisele eng decken, was die

Durchschlagskraft der Gäste deutlich einschränkte. Hungerbühler, Rau und der unermüdliche Janik Bühler trafen für die Hausherren zum zwischenzeitlichen 17:15, bis Weiß eine 2-Minutenstrafe kassierte. In Unterzahl musste Steinheim den Ausgleich hinnehmen ehe Eisele quasi mit dem Halbzeitpfiff einen Gegenstoß zum 19:18 verwandelte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen, hatte die erste Hälfte doch sehr viel Kraft gekostet. Trotzdem blieb es eine spannende und abwechslungsreiche Begegnung, was nicht zuletzt auch an den gut leitenden Unparteiischen lag, die das Spiel öfters “mal laufen ließen“. Beim Stande von 20:20 verhängten die Schiris allerdings eine 2-Minutenstrafe gegen die Gäste. Diese Überzahl konnte Steinheim sofort nutzen. Rau, Eisele und ein Abstaubertor von Bühler brachten das Team vom Albuch erstmals mit 3 Toren in Führung. Rau mit seinem dritten sicher verwandelten Siebenmeter und der immer stärker werdende Hungerbühler trafen zum zwischenzeitlichen 25:22. Doch Vöhringen blieb dran und bestrafte die in dieser Phase etwas schwächelnde Steinheimer Abwehr mit einfachen Gegentreffern zum erneuten Ausgleich zum 25.25. Das Spiel drohte zu kippen.

Auch im Angriff hatte die Mannschaft vom Albuch nun Probleme das Leder im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Herbrik, Mewitz und Eisele scheiterten

bei ihren Angriffsversuchen. Einzig Torwart Dommer, er war für Maier in die Partie gekommen, hielt mit guten Reflexen die Steinheimer Jungs weiterhin im Spiel. 

Beide Trainer nahmen nun kurz nacheinander eine Auszeit, um ihre Teams noch einmal auf den Endspurt einzustimmen. Die Gastgeber schienen die Vorgaben ihres Coaches besser umsetzten zu können. Sebastian Kieser stellte seine Abwehr auf eine offene Manndeckung um und überraschte damit den SC Vöhringen. Rau, Bühler und zweimal Mewitz nutzten die sich bietenden Gelegenheiten und legten vor zum 32:29. Mit einer weiteren Auszeit versuchten sich die Gäste auf die neue Situation einzustellen. Zwar gelang ihnen gleich ein Treffer, doch Rau stellte den alten 3-Tore-Vorsprung wieder her. Doch anstatt nachzulegen unterliefen Steinheim unnötige technische Fehler, die zu Ballverlusten führten. In Überzahl, Baur musste für zwei Minuten vom Platz, witterte die Mannschaft aus Vöhringen noch einmal Morgenluft. Der starke Linksaußen Schuler erzielte 3 Treffer in Folge und glich wieder aus 33:33. Kurz nacheinander erhielt Steinheim zwei Siebenmeter zugesprochen, die Max Rau beide sicher verwandelte. Im Gegenzug traf erneut Schuler mit einem Dreher von der linken Außenposition zum 35:34. Kein Spiel für schwache Nerven. Dommer pariert einen Angriff der Gäste und Baur verwandelt den schnellen Tempogegenstoß zum wichtigen 36:34 eine gute halbe Minute vor Spielende. Doch wer glaubte das Spiel sei gelaufen, der irrte sich. Vöhringen nutzte eine Nachlässigkeit der Steinheimer Deckung und traf direkt nach dem Anspiel zum 36:35. Steinheim war wieder im Angriff, doch Rau verwarf überhastet und Vöhringen kam wenige Sekunden vor Schluss noch einmal in Ballbesitz. Der letzte Wurf der Gäste schaffte zwar den Weg ins Tor, doch war da die Spielzeit bereits abgelaufen, so dass der Treffer nicht mehr zählte. Mit diesem knappen Sieg festigt der TV Steinheim seinen vierten Platz in der Tabelle

TV Steinheim: Paul Dommer und Steffen Maier im Tor; Leon Weiß (1), Tobias Mewitz (8), Janik Eisele (2), Tobias Fitzke (1), Klaus Nissle (3), Jannik Bühler (5), Thomas Nissle, Tim Baur (1), Maximilian Rau (10/5), Luca Kolb, Daniel Hungerbühler (4), Alexander Herbrik (1)

Schiedsrichter: Michael Hommel und Simon Jakober, beide FSG Donzdorf/Geislingen

2-Min.-Zeitstrafen: drei gegen Steinheim, zwei gegen SC Vöhringen  

Zuschauer: ca. 300

Nach den Leistungsschwankungen in den letzten Begegnungen präsentierte sich der TV Steinheim am Wochenende in allen Mannschaftsteilen deutlich verbessert und hält mit dem Sieg gegen die Gäste aus dem Lautertal erst einmal den Anschluß zur Tabellenspitze in der Landesliga.Trainer Sebastian Kieser überraschte gleich zu Beginn mit einer taktischen Maßnahme. Er ließ den Goalgetter der SG Lauterstein Silas Tim Bäuerle, zuerst von Eisele später von Baur, während des gesamten Spiels eng decken und nahm den Gästen damit einiges an Gefährlichkeit im Angriffsspiel. Den ersten so erzwungenen Ballverlust konnte der TVS leider nicht für sich nutzen. Die Gäste holten sich das Leder zurück und erzielten nach Tempogegenstoß den ersten Treffer der Partie. Nach dem 1:1 Ausgleich durch Hungerbühler folgten überhastet vorgetragene Angriffsversuche auf beiden Seiten. Unnötige Ballverluste waren die Folge, bis Rau nach fünf Minuten den TV Steinheim durch Siebenmeter mit 2:1 erstmals in Führung bringen konnte. Die nächsten Treffer markierten wieder die Gäste, ehe Mewitz einen Freiwurf gekonnt zum 3:3 in die Maschen setzte. Eisele von der Außenposition und Mewitz aus dem Rückraum erzielten wieder die Führung für die Gastgeber, doch Lauterstein blieb dran und schaffte jeweils im Gegenzug den Ausgleich. In dieser Phase fehlte dem Team vom Albuch die Durchschlagskraft, um gegen die großgewachsenen Spieler des Gegners zu Torchancen zu kommen. So stand es nach einer Viertelstunde 6:8 für die SG Lauterstein. Doch anders als in den Spielen zuvor arbeitete das Team vom Albuch in der eigenen Abwehr sehr viel konsequenter. Torwart Maier entschärfte einige Würfe der Gäste, so dass Steinheim über schnelle Gegenstöße zu Treffern kam. Sechs Minuten vor der Halbzeit nahm Sebastian Kieser beim Stande von 11:11 seine erste Auszeit. Mit einem Kunstschuss von Rechtsaußen Thomas Nissle startete der TVS in die Schlussphase der ersten Halbzeit. Diesen Vorsprung retteten Kolb, Rau und Baur mit ihren Treffern in die Pause. Beim Stande von 15:14 wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff brachte Kieser Tobias Fitzke am Kreis, der sich mit seinem ersten von insgesamt sechs Treffern gleich gut einführte. Zwar konnten die Gäste nochmals ausgleichen doch Steinheim legte nach. Maier hielt seinen Kasten weiterhin sauber, die Abwehr agierte konzentriert und Hungerbühler, Eisele und Rau trafen im Angriff sicher zum 21:17 Zwischenspurt nach 38 Spielminuten. Wie bereits in der Vorwoche hielt Steinheim das Tempo weiter hoch, kombinierte nun auch im Angriff flüssiger. Vor allem Tobias Mewitz glänzte Vollstrecker aus dem Rückraum. Aber als auch als sicherer Passgeber setzte er seine Nebenleute immer wieder gut in Szene. So konnte Steinheim seinen Vorsprung weiter ausbauen und führte eine Viertelstunde vor Schluss mit 27:22. Kieser brachte den jungen Alex Herbrik und gönnte Mewitz eine Verschnaufpause. Der Gegner seinerseits stellte auf eine offensive Abwehr um und brachte so den TVS erst einmal aus dem Konzept. Zwei schnelle Gegentore waren die Folge, ehe Steinheim mit einer weiteren Auszeit die Partie unterbrach. Nach der Ansprache schickte Kieser Mewitz wieder mit auf’s Feld und brachte mit Dommer einen neuen Torwart. Die Maßnahmen fruchteten sofort. Vorne setzte Mewitz den Ball mit einem Rückraumknaller unter die Latte und hinten zeigte Dommer mit tollen Paraden, dass er mehr als nur ein Ersatz im Kasten der Gastgeber ist. In der Schlußphase erfolgte ein offener Schlagabtausch beider Teams. Die Gäste verkürzten noch einmal auf 2 Tore zum 29:27, doch Steinheim hielt dagegen. Treffer von Thomas Nissle, Fitzke und Rau stellten den alten 4-Tore-Vorsprung wieder her, der bis zum Spielende Bestand hatte. Leider gab es in der Schlußminute noch eine erhitze Rangelei zwischen Klaus Nissle und Markus Stuber aus Lauterstein. Die nicht immer sehr souverän auftretenden Unparteiischen zeigten beiden Akteuren die Rote Karte, welche sicher Nachwirkungen auf die kommenden Partien haben werden. Dies war die letzte Aktion des Spiels. Steinheim gewinnt sicher mit 34:30!

TVS: Paul Dommer und Steffen Maier im Tor; Janik Eisele (6), Tobias Fitzke (6), Tobias Mewitz (8), Klaus Nissle, Jannik Bühler, Thomas Nissle (3), Tim Baur (1), Maximilian Rau (6/2), Luca Kolb (1), Daniel Hungerbühler (3), Alexander Hebrik.