Nach dem überzeugenden Sieg im letzten Heimspiel wollte der TV Steinheim mit zwei Auswärtspunkten beim HC Hohenems nachlegen und den Spitzenplatz in der Landesliga weiter festigen. Daraus wurde leider nichts. In einem schwachen, von vielen technischen Fehlern geprägten Handballspiel konnte das Team vom Albuch in keiner Phase der Partie an die in der Vorwoche gezeigten Leistungen anknüpfen.
Den ersten Treffer des Spiels erzielte wieder einmal Tobias Mewitz mit schnellem Umschaltspiel nach Eiseles Ballgewinn in der Abwehr. Der Gastgeber konterte und glich zum 1:1 aus. Nach zwei Fehlwürfen von Wittlinger und Mewitz gelang Hohenems erstmals die Führung 2:1. Bis zum 7:7 war die Begegnung spielerisch zwar kein Leckerbissen, aber ein bis dahin faires Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Für Steinheim waren Eisele, Nissle und je zweimal Mewitz und Anlauf erfolgreich. Nach knapp einer Viertelstunde nahm die Partie Fahrt auf. Nach Ballverlusten und sich häufenden technischen Fehlern auf beiden Seiten wurde das Spiel schneller und deutlich hektischer. Es folgten zwölf absolut kuriose Minuten, in denen, den nicht immer konsequent agierenden Schiedsrichtern, die Partie zu entgleiten drohte. Beinahe jede Aktion wurde abgepfiffen und entsprechende Verwarnungen ausgesprochen. Insgesamt rekordverdächtige acht
2-Minuten-Zeitstrafen verteilt auf beide Seiten. Steinheim musste mehrfach das Spiel in doppelter Unterzahl bestreiten. Hinzu kam, dass sich Mewitz bei einem Zweikampf am Knie verletzte und fürs erste nicht weitermachen konnte. Für ihn kam Kaumann in die Partie. Leider verletzte er sich kurz darauf an seiner Wurfhand (ausgekugelter Finger) und musste ebenfalls wieder runter von der Platte. Der Steinheimer Physio Spaso Ugrcic hatte alle Hände voll zu tun. In der Folge tat sich der TV-Angriff immer schwerer gegen die robusten Hausherren. Als David Wittlinger sich im Eins-gegen-eins erfolgreich durchsetzen konnte, war er nur durch ein grobes Foul zu stoppen. Für diese Aktion zeigten die Unparteiischen dem Spieler aus Hohenems die rote Karte. Den fälligen Strafwurf verwandelte Luca Kolb sicher zum 12:11 Anschlußtreffer. Der gastgebende HCH legte wieder vor. Wittlinger und Kolb konnten jeweils vom Punkt nicht verwandeln und so baute der Gastgeber wenige Minuten vor der Halbzeitpause seine Führung auf 15:12 aus. Im Gegenzug verkürzte Kolb mit einem Tor aus dem Rückraum noch einmal. Das Spiel schwappte hin und her, ehe Hohenems zum 16:13 traf. Kippte das Spiel nun vollends? Maier im Tor - er war kurz zuvor für Stängle gekommen – konnte sich mit zwei Paraden auszeichnen und verschaffte damit Kaumann und Anlauf Torchancen, die diese zum 16:15 Halbzeitstand nutzen konnten.
Nach dem Wiederanpfiff agierten die Steinheimer mit einer 5:1-Abwehrformation zunächst wieder etwas defensiver. Dies war sofort von Erfolg gekrönt. Nach Ballgewinn startete Luca Kolb zum Tempogegenstoß und erzielte das 16:16. Doch schon im direkten Gegenzug übernahm der HC Hohenems wieder die Führung. Trotz einiger Fehlversuche im Angriff ließ sich der TV Steinheim aber nicht abschütteln. Maier hielt seinen Kasten sauber. Die Ballgewinne verwandelten Wittlinger und Kolb zum 18:18 Ausgleich. Nach einem Foul an Kaumann - er war zum Gegenstoß gestartet - musste der zweite Spieler des HCH (dritte Zeitstrafe) mit Rot vom Feld. Den fälligen Starfwurf verwandelte Mewitz in der 36. Minute unter dem Jubel der zahlreich mitgereisten Fans zur ersten Führung (18:19) für sein Team in Halbzeit Zwei. Leider gab dieser Vorsprung dem Team von Sebastian Kieser nicht die notwendige Sicherheit. Im Angriff wurde weiterhin ohne große Durchschlagskraft agiert. Entweder leistete sich der TVS unnötige Ballverluste oder war im Abschluss zu nachlässig, so dass der Gastgeber bis zur 40. Minute das Ergebnis wieder drehen konnte (21:20). Kieser änderte die Taktik und richtete sein Team noch offensiver aus. Er ließ beinahe eine offene Manndeckung spielen, was sich zuerst auch auszuzahlen schien. Mewitz verwandelte einen weiteren Siebenmeter und Tim Baur überlistete den gegnerischen Torwart mit einem Heber zum 21:22. Leider schaffte es der TVS nicht, den Vorsprung weiter auszubauen. Im Gegenteil. Nach einem ungenauen Pass von Kolb und einem Fehlwurf, des ohne großen Selbstvertrauen agierende Wittlingers, kamen die Hausherren zu einfach zu ihren Torchancen. Trotzdem war immer noch alles drin für den TV Steinheim. Dominik Anlauf und zweimal Kaumann legten wieder vor (24:25), ehe der Trainer des HC Hohenems in der 50. Minute eine Auszeit nahm. Mit Erfolg. Die Gastgeber kamen deutlich “wacher“ und zielstrebiger zurück. Sie ließen Ball und Gegner laufen und erarbeiteten sich so gegen die weiterhin sehr offensive Steinheimer Deckung diverse Möglichkeiten. Vor allem der bullige Filip Susnjara, mit 11 Treffern der erfolgreichste Werfer des HC Hohenems, nutzte die sich ihm bietenden Lücken zu einfachen Toren (28:26). Kieser nahm nun ebenfalls eine Auszeit, änderte aber nichts an seiner offensiven Marschroute. Nach Wiederanpfiff verkürzte Bühler vom Kreis zwar nocheinmal für den TVS, doch eine Zweiminutenstrafe gegen Eisele und ein von Mewitz vergebener Strafwurf spielten dem Gegner in die Karten. Knapp zwei Minuten vor dem Ende, beim Stand von zwischenzeitlich 30:27 für die Gastgeber, nahm Sebastian Kieser seine letzte Auszeit. Leider verpuffte auch diese Maßnahme ungenutzt. Durch Ballverlust auf Steinheimer Seite erhöhte der HCH auf 31:27, ehe Dominik Anlauf mit der Schlusssirene zum 31:28 Endstand einnetzte.
TVS: Steffen Maier und Steffen Stängle im Tor; Jannik Eisele (2), Tobias Fitzke, Tobias Mewitz (5/3), Dennis Kaumann (3), Klaus Nissle (1), Jannik Bühler (1), David Wittlinger (3), Tim Baur (1), Dominik Anlauf (6), Luca Kolb (5) und Daniel Hungerbühler (1).

In einem typischen Sonntagsspiel gelang dem TV Steinheim ein knapper, schlussendlich jedoch verdienter 27:28-Auswärtssieg beim SC Vöhringen.

Beide Mannschaften taten sich sichtlich schwer, vernünftig in die erwartet knappe Partie zu kommen. Knapp fünfeinhalb Minuten waren beide Teams bestrebt, einen ersten Treffer zu erzielen. Mewitz nahm sich der Sache an und brachte seine Farben in Führung, bevor Daniel Hungerbühler auf 0:2 erhöhen konnte. Zäh auf Seiten der Gäste vor allem die Offensive. Wieder einmal mussten die zahlreichen Schlachtenbummler mit ansehen, wie die Akteure vor dem gegnerischen Tor scheiterten. Kurz nachdem verwandelten Strafwurf nach knapp zehn Minuten von Mewitz, zog Vöhringens bester Werfer, Stefan Beljic (acht Treffer), mit dem 2:3 nach. Bereits nach dem 4:4-Ausgleich war zu sehen, dass Vöhringens Keeper einen guten Tag hatte, bevor Istoc die Hausherren erstmals in Führung brachte. Nach gut einer viertel Stunde reagierten die Steinheimer auf das 7:4 und verkürzten per Siebenmeter auf 7:5, bevor der bestens aufgelegte Dominik Anlauf per Doppelpack zum 8:8 ausglich. Stängle parierte einen Ball auf der Linie, was die Halle applaudieren lies, dennoch war der Angriff das große Sorgenkind im ersten Durchgang. In dieser Phase kam es dein Steinheimern einmal mehr entgegen, dass auch Vöhringen, trotz der großgewachsenen Spieler, mit brauchbaren Torabschlüssen zu kämpfen hatte. Im Alleingang marschierte einer „der Roten“ in Richtung TV-Tor und einem Quartett an TV’lern gelang es nicht, diese Gefahr zu eliminieren. Beide Mannschaften kämpften in kleinen Schritten um die Führung, beim erneuten Gleichstand (10:10) galt es noch gut drei Minuten zu überstehen, bis es in die Katakomben zur notwenigen Pausenansprache ging. Vöhringens Beljic musste für zwei Minuten auf die Bank, nachdem er Wittlinger kur vor dem Torabschluss in den Wurfarm schlug, womit er glimpflich davonkam. Der daraus resultierende Siebenmeter war leider ohne Erfolg und sechs Sekunden vor dem Pausengong glichen die Hausherren zum 11:11 aus.

Noch war nichts verloren und Steinheim kam gut aus der Pause. So hielt Stängle, welcher über 60 Minuten zwischen den Pfosten stand, zwei Bälle in Folge, ehe Kolb das 11:12 markierte. Wieder setzte sich Dominik Anlauf gut in Szene, drei Tore hintereinander gingen auf sein Konto. Der Zwischenstand nach 36 Minuten gab Hoffnung für die Grün-Weißen, so leuchtete 13:16 auf der Anzeigentafel. Die Zuschauer verfolgten, dass die Chancenauswertung im zweiten Durchgang besser war, im Defensivbereich stand der dezimierte und verletzungsgeprägte Kader um Trainer Kieser gut. Vöhringen legte nach und kam Steinheim wieder bedrohlich nahe, beim 18:19 nach knapp 45 Minuten war das Spiel wieder offen. Flink und frech zeigte sich in dieser Phase Janik Eisele, denn er sorgte mit gewieften Toren für den schmalen 19:21 Vorsprung nach 47 Minuten. Kaumann zog nach und stellte schnörkellos den erneuten 3-Tore-Vorsprung her. Doch die bis dato Gleichplatzierten erwiesen sich einmal mehr als harter Tobak! Sechs Minuten bis zum Ende, wieder Gleichstand. Unter anhaltendem Trommelwirbel kämpfte Steinheim um jedes Tor. Die Gastgeber gingen erneut in Führung, doch Anlauf konterte mit seinem siebten Treffer zum 27:27 nach nicht ganz 59 Minuten. Die Vöhringer spielten nun auf Zeit, doch die Taktik sollte nicht aufgehen. Nach einem Foul nur neun Sekunden vor Ende zögerten die Unparteiischen nicht und disqualifizierten Kevin Jähn. Die Konsequenz war anstelle eines Freiwurfs der direkte Siebenmeter, welchen der 10-fache Torgarant Tobias Mewitz unter Trommelwirbel in den Kasten der Vöhringer versenkte. Der 27:28-Sieg beschert Steinheim den vorläufigen zweiten Rang, nach einem Spiel, welches enger hätte nicht sein können. Soweit hätte es jedoch nicht kommen müssen, hätten die Gäste ihre Chancen besser und konsequenter genutzt.

TV Steinheim: Janik Eisele (3), Tobias Mewitz (10/3), Dennis Kaumann (2), Andreas Kieser, Jannik Bühler (1), David Wittlinger, Tim Baur (1), Steffen Maier, Dominik Anlauf (7), Luca Kolb (3), Daniel Hungerbühler (1), Steffen Stängle.

SC Vöhringen: Andrei Mitrofan, Thilo Brugger (5), Valentin Istoc (4), Alexander Henze (1), Kenneth Jäger, Felix Eilts, Kevin Jähn (2), Jonas Hildebrand, Lukas Koßbiehl (4), Matthias Stetter, Stefan Beljic (8/5), Marc Heiter (1), Nikola Mirkov (2), Igor Mihali.

Schiedsrichter: Simon Jakober (TG Geislingen) und Michael Hommel (JSG Donzdorf/Geislingen).  

Zeitstrafen: Zwei gegen Steinheim, neun gegen Vöhringen.

Disqualifikationen: Alexander Henze (3x 2-Minuten) und Kevin Jähn.

In einer nicht immer hochklassigen Begegnung schlägt der TV Steinheim die Mannschaft aus Lauterstein verdient und Dank einer torreichen zweiten Spielhälfte auch sehr deutlich mit 39:21 (14:10). Im Vorfeld der Partie hatte Steinheims Trainer Sebastian Kieser das Team des Gegners noch als Wundertüte beschrieben, welches nur sehr schwer einzuschätzen sei. Außerdem fehlten den Gastgebern mit Klaus Nissle (Hochzeit) und Max Rau (Verletzung) zwei wichtige Leistungsträger. Zu allem Überfluß hatte sich Steffen Stängle beim Aufwärmen wohl das Knie leicht verdreht, so dass er erst einmal geschont werden sollte. Dafür rückte mit Manuel Gebhard ein Spieler aus der A-Jugend in den Kader mit auf.
Gleich der erste Gästeangriff blieb in der Steinheimer Abwehr hängen und im schnellen Gegenzug konnte der TVS nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Tobias Mewitz sicher zum 1:0. Das 2:0 war eine exakte Kopie des ersten Treffers. Foul Lauterstein - 7-Meter Mewitz – Tor!
In diesen ersten Minuten der Begegnung zeigte sich das Team vom Albuch deutlich verbessert zu der Leistung vor Wochenfrist im Derby gegen Herbrechtingen/Bolheim. Aus einer aggressiven und konzentrierten Abwehr heraus wurden die Angriffe schnell und zielgerichtet vorgetragen. Luca Kolb traf zweimal aus dem Rückraum und Hungerbühler, sowie Baur verwandelten ihre Tempogegenstöße zum zwischenzeitlichen 6:4 in der zehnten Spielminute. Die Gäste ließen sich jedoch nicht vorzeitig abschütteln. Mit vorwiegend Einzelaktionen schafften sie drei Minuten später sogar noch einmal den Anschluß zum 7:6. Die Antwort des TVS ließ nicht lange auf sich warten. Zweimal Mewitz und Baur mit Tempogegenstoß bauten die Führung postwendend wieder aus (10:6). Die Gäste wurden im Angriff weiterhin unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Leider schaffte es der TVS in dieser Phase aber nicht immer, die Ballgewinne in einfache Tore umzumünzen. Einzig Tobias Mewitz traf weiterhin nach Belieben. Mit seinen insgesamt acht Treffern in Halbzeit Eins drückte er dem Spiel seinen Stempel auf.
Kurz vor der Pause verflachte die Partie etwas und Lauterstein konnte die letzten Minuten wieder ausgeglichener gestalten. Mit dem Treffer zum 14:10 von David Wittlinger wurden die Seiten gewechselt.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Kieser mit Kolb und Fitzke für Mewitz und Bühler zwei frische Kräfte. Nach einem weiteren Tor von Wittlinger war Dominik Anlauf von der Außenposition zweimal erfolgreich. Erneut Mewitz mit seinem sechsten verwandelten Starfwurf und der schnelle Eisele mit einem Konter bauten die Steinheimer Führung weiter auf 19:10 aus, ehe Lauterstein den Lauf der Gastgeber unterbrechen konnte.
Doch Steinheim setzte nach und die beiden zentralen Rückraumspieler Kolb und Kaumann nutzten Unaufmerksamkeiten in der Gästedeckung und erhöhten auf 21:11. Zehn Tore Vorsprung nach 40 Minuten. Der Gästecoach nahm daraufhin eine Auszeit und versuchte mit dieser Unterbrechung noch einmal Kräfte zu mobilisieren. In Überzahl konnte Lauterstein auf 22.13 verkürzen. Nach weiteren Treffern auf beiden Seiten (27:17) schaltete der TV Steinheim noch einmal einen Gang hoch und verschärfte das Tempo eine Viertelstunde vor Schluß. Nun war auch Wittlinger besser im Spiel und traf mehrfach aus dem Rückraum. Die schnellen Flügelspieler Eisele und Hungerbühler verwerteten die Tempogegenstöße sicher und bauten so die Führung weiter auf 31:18 aus. Der Gegner hatte nichts mehr entgegenzusetzten und versuchte sich in Schadensbegrenzung. In der 50. Spielminute kam mit Manuel Gebhard dann noch ein Nachwuchsspieler aus der A-Jugend zu seinem Debüt in der ersten Herrenmannschaft. Sebastian Kieser brachte ihn gleich einmal auf der Spielmacherposition. Nach zwei Rückraumkrachern von Wittlinger konnte sich Gebhard mit einem “Wackler“ unter tosendem Applaus des Publikums gleich selbst in die Torschützenliste eintragen (34.19). Beide Teams machten ihre Abwehrreihen nun “auf“ und so entwickelte sich in den letzten Minuten noch ein munteres Tore Schießen auf beiden Seiten. Den Schlußpunkt setzte jedoch wiederum Manu Gebhard, als er mit dem Abpfiff von der Mitteposition einen satten Wurf genau im rechten, oberen Toreck unterbrachte. Die Partie endete schließlich mit 39:21. Wobei die Zuschauer allein in der zweiten Hälfte 36 Treffer zu sehen bekamen.
TVS: Steffen Maier und Steffen Stängle im Tor; Jannik Eisele (2), Tobias Fitzke (2), Tobias Mewitz (10/6), Dennis Kaumann (4), Manuel Gebhard (2), Jannik Bühler, David Wittlinger (7), Tim Baur (3), Dominik Anlauf (2), Luca Kolb (5) und Daniel Hungerbühler (2).