Als die Verantwortlichen der Steinheimer Handballabteilung den Heimspieltag am zweiten Märzwochenende mit gemischten Gefühlen absagten, ahnte keiner was die Corona-Pandemie für Auswirkungen haben wird. In der darauffolgenden Woche kam verbandsseitig der Beschluss, dass der Spielbetrieb bis auf Weiteres eingestellt wird. Wie sich schnell herausstellte, war die finale Wiederaufnahme der Hallenrunde 2019/2020 nicht möglich, so mussten die Verantwortlichen des Bezirks Stauferland und HVW eine Auf- und Abstiegsregelung festlegen, wovon gleich drei aktive Mannschaften der Albuchhandballer profitieren.

Für die anvisierte Meisterschaft in der Landesliga Staffel 3 reichte es für die Männermannschaft am Ende nicht, doch dem Aufstieg in die wiedereingeführte Verbandsliga stand dennoch nichts im Weg. Mit 15 Siegen aus 20 Spielen sicherten sich die prestigeträchtigen Akteure der ersten Garde den zweiten Tabellenrang. Kapitän Maximilian Rau verletzte sich nur kurz nach Rundenbeginn am Knie und musste den Rest der Saison als „Motivator“ von der Bank agieren. Währen der noch andauernden Reha-Phase blickt er positiv auf das was war und das was kommt: „Im Großen und Ganzen können wir mit der vergangenen Saison zufrieden sein, an die mannschaftliche Leistungen müssen wir in der kommenden Spielzeit anknüpfen, um uns einen Platz im oberen Mittelfeld zu sichern“. Interimsmäßig übernahm Nissle die Funktion des Spielführers. Er geht nun in die 14. aktive Saison bei der ersten Mannschaft und ist sich darüber im Klaren, dass eine gewisse Konstanz in Abwehr und Angriff einkehren muss, will man sich längerfristig in der neuen Liga halten. Erst wenige Tage ist es her, dass die Tagespresse über das neue Trainerteam berichtete. Altbewährtes trifft auf neue Impulse. Künftig wird Sebastian Kieser durch Arne Kühr, welcher im In- und Ausland Erfahrungen als Trainer sammeln durfte. Bei der Vizemeisterschaft und dem damit verbundenen Antritt in die nächsthöhere Liga, hatte Kieser die Zügel in Alleinregie in der Hand. Was sagt er zu seinem, beziehungsweise zum Erfolg seiner Mannschaft? Kieser findet lobende Worte und ist stolz auf sein Team, dass trotz schmalem Kader am Aufstiegsprojekt festhielt: „Mit der Vizemeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht. Die kommende Saison wird eine der größten Herausforderungen sein, was auch ein Grund für die Veränderung auf der Trainerposition ist. Ich bin mir sicher das die Mannschaft bedingungslos mitziehen und positiv von der Veränderung profitieren wird.

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Viel Neues gab es in den vergangenen Jahren auch im Bereich der Damen. Umso erfreulicher, dass die Mannschaft um ihre Trainer Marius Ortlieb und Alexander Schrom die „Wende“ erfolgreich geschafft und den zweiten Aufstieg in Folge verzeichnen dürfen. Von den elf absolvierten Partien in der Bezirksklasse, gingen die Steinheimerinnen sieben Mal als Sieger vom Feld. Mit Beginn der Hallenrunde 20/21 steht die eingeschworene Truppe vor neuen, größeren Aufgaben. Dank der hervorragenden Arbeit und der Harmonie zwischen jungen Nachwuchstalenten und gestandenen Spielerinnen mit jeder Menge Routine sind die Steinheimer Damen wieder in der richtigen Spur in Sachen „Frauenhandball am Albuch“.

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Bei Männer II sah es zu Beginn der Runde nicht nach einem Platz in der oberen Tabellenhälfte aus. Nach etlichen Niederlagen war man mit der gezeigten Leistung zu Saisonbeginn unzufrieden. Die Mannschaft und Trainer Peter Geiger und Spielertrainer Thomas Nissle hatten sich deutlich mehr vom Rundenbeginn versprochen. Dann lief es besser, dass Halbzeitresümee zum Ende der Hinrunde fiel überwiegend positiv aus, über einen möglichen Aufstieg wollte zu diesem Zeitpunkt jedoch niemand sprechen. Bis zum vorläufigen Saisonabbruch standen wichtige Spiele auf dem Terminplan. Bezeichnend das letzte Spiel gegen den TSV Süßen. Hier zeigte die Mannschaft ihre großartige Leistung und setzte sich somit verdient auf Tabellenplatz eins fest. Mit Abbruch der Saison Mitte März war die Ungewissheit in der „Zweiten“ groß. Am 22. April herrschte Klarheit, als die Quotientenregelung als Aufstiegsinstrument bekannt wurde. Mit einem Quotienten von 143,8 (Tabellenzweiter hat 127,8) steigt der TV Steinheim II in die Bezirksliga auf. In zahlreiche Derbys wie beispielsweise gegen die TSG Schnaitheim, Heidenheimer SB oder der HSG Oberkochen/Königsbronn kann die junge Mannschaft um Trainer Gerd Mühlberger ihre Klasse beweisen. Peter Geiger beendete sein Trainerengagement aus zeitlichen Gründen schweren Herzens, er hat einen wichtigen Entwicklungsschritt für die Spieler geleistet.

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