Mit dem deutlichen, letzten Heimsieg der Steinheimer Handballer wahrten diese nicht nur die noch mögliche Chance auf den Aufstieg in die Württembergliga, sondern nutzen den vorerst letzten Auftritt in der Wentalhalle für Verabschiedungen und bedankten sich bei ihren Fans für die Unterstützung der am kommenden Sonntag endenden Saison.

Gerhard Kraft war jahrelang Trainer der Damen und zuletzt die rechte Hand von Sebi Kieser bei den Männern. Bereits im letzten Jahr verabschiedete er sich von der Handballbühne.

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Stefan Müller (Abteilungsleiter Sport, links im Bild) bei der nachträglichen Verabschiedung von Gerhard „Gere“ Kraft.

Schmerzlich auch der Abgang von Sympathieträger Paul Dommer. Im Team mit Steffen Maier hütete er den Kasten des TVS. Aufgrund seiner beruflichen Weiterentwicklung wird er dem Handballsport vorerst den Rücken kehren. Neben der sportlichen Lücke wird er auch menschlich eine tiefe Kerbe hinterlassen.

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Stefan Müller (Abteilungsleiter Sport, links im Bild) mit Paul Dommer und Kapitän Maximilian Rau.

Im Jahr als sich Deutschland bei der WM in Japan und Südkorea im Finale 2:0 gegen Brasilien geschlagen geben musste und Hannawald als Erster alle vier Einzelspringen der Vierschanzentournee gewann, schaffte Thomas Nissle den Sprung in die erste Männermannschaft, der er nunmehr 17 Jahre Treue bewies. Ein Ziel jeden Sportlers ist Erfolg, so auch bei Nissle. Prägend beispielsweise die Oberligazeit unter Trainer Vasile Oprea, welcher vor Spielbeginn die Hände auf Stempelreste eines etwaigen Discobesuchs untersuchte.

Klar gehörten auch mannschaftliche Misserfolge zum Geschäft, doch erinnert man sich lieber an die schönen Momente zurück. Waren da die zahlreichen Aufstiege - stets auf HVW-Ebene - zu denen die legendäre Rückennummer 13 mit unzähligen Toren und sehenswerten Aktionen beigetragen hat, aber auch Freundschaftsspiele gegen FRISCH AUF! Göppingen oder die Junioren der Nationalmannschaft. Nicht zu vergessen die Berufung in die Kreisauswahl, welche gegen die Weltmeistermannschaft 2007 in der Heidenheimer Karl-Rau-Halle antrat. Der mittlerweile 35-jährige Linkshänder, dessen Stammposition halb rechts und rechts außen ist, startete seine Karriere bei der "Ersten" unter Horst Keilwerth, später folgten unter anderem Ingo Tippl und Peter Pharion, mit denen er mehrmals direkte Meisterschaften oder Aufstiege über Relegationsspiele feiern durfte.  Sebi Kieser war nicht nur jahrelanger Mitspieler, sondern bis zuletzt auch Trainer von Thomas. In all den Jahren erarbeite er sich Respekt und Anerkennung bei Mit- und Gegenspielern, Trainern, Funktionären und Fans. Sein Werdegang spricht für Treue, Engagement, Erfolg und Verlässlichkeit. Fortan wird Thomas Nissle mit Peter Geiger sein Wissen an Nachwuchsspieler der zweiten Garde weitergeben, denn auch das war und ist ein Steckenpferd von ihm, die Förderung von jungen Talenten aus eigenen Reihen.
Keinen hielt es am Samstagabend nachdem Spiel auf seinem Platz, "Standing Ovation" für einen Erfolgsteil der Handballabteilung des TVS!

Wir wünschen Dir, lieber Thomas, alles erdenklich Gute für deinen Lebensabschnitt als "Handball-Rentner" und freuen uns auf viele weitere Jahre in neuer Funktion.

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Abteilungsleiter Markus Gröner überreicht Thomas Nissle seine „13“, rechts im Bild TV-Kapitän Maximilian Rau.